Wenn man kein Glück hat...
20. Spieltag
…. kommt meist noch Pech dazu, sagt ein altes Sprichwort. Dies bekam am Sonntag den 29.03.25 auch der VfB Annaberg 09 zu spüren. Der Gegner hieß VfB Auerbach 1906 II.
Beide Mannschaften hatten mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Der VfB mit 9, Auerbach plagte sich, nach eigener Aussage, mit 11 Ausfällen herum.
Der VfB ging als amtierender Tabellenführer ins Spiel. Dennoch ließ man sich von Auerbach anfänglich gehörig den Schneid abkaufen. Die Vogtländer zeigten mehr und banden den VfB mehr und mehr in der Defensive. Dass hier etwas passieren würde, schien eine Frage der Zeit. So lief Auerbach aggressiv an und konnte einen Abpraller bei einem VfB-Befreiungsschlag provozieren. Der Ball sprang zu Spranger welcher einschob (0:1, 12. Min.).
Mit fortschreitender Spieldauer kam der VfB besser ins Spiel und folgerichtig auch zu Gelegenheiten. Klitzke verpasste eine scharfe Eingabe von Dietze nur knapp.
Schubert legte vor dem gegnerischen Strafraum einen Querlauf hin und suchte mit der linken Klebe den Abschluss. Der Auerbacher Torwart, mit Rückwärtslauf beschäftigt, hatte keine Chance an die Bogenlampe zu kommen und so stand es in der 32. Min. 1:1. Jetzt war man endlich aufgewacht und agierte.
Zunächst mit aggressiven Gestocher vor dem Auerbacher Strafraum, plötzlich fasst sich Haase ein Herz und dribbelt sich im Zick-Zack durch die gesamte Auerbacher Abwehr. Leider ließ der letzte Vogtländer ein Bein stehen und die Chance war verpufft. Der VfB zeigte sich willig und aggressiv. Schmiedl wiederum mit einer scharfen Eingabe, welche augenscheinlich für Walther bestimmt war. Der Ball wurde auf seinem Weg dorthin aber durch ein Auerbacher Bein in die lange Ecke gelenkt und so kam man mit dem Glück des Tüchtigen zur 2:1 Führung (42. Min.).
Im Anschluss bot sich sodann die nächste Gelegenheit. Klitzke schüttelte im Zentrum zwei Auerbacher ab und scheiterte letztlich im 1 vs. 1 am gegnerischen Torwart (43. Min.). Mit einem Tor wäre der Käse sicherlich gegessen gewesen. So ging es mit einer knappen Führung in die Halbzeit.
Die Zweite Halbzeit schien Auerbach wiederum zu beflügeln. Der VfB ließ sich erneut die Butter vom Brot nehmen, will heißen: Man überließ Auerbach das Feld.
Jetzt kam das eingangs erwähnte Pech dazu. Ein Ball springt Wallat im Strafraum unglücklich an die Hand. Folgerichtig gab es Elfmeter und das 2:2. (60. Min.).
Keine 10 Minuten später wurde eine Rückgabe auf VfB-Torwart Wägner zu kurz gespielt. Der Klärungsversuch von Wägner landete beim Auerbacher Nagler, welcher den Ball zum 2:3 ins leere Tor nagelte (69. Min.). Gegen Ende der Partie versuchte der VfB nochmal alles. Auerbach auch und Trainer Steve Gorschinek kam mit 49 Jahren nochmal zu einem Pflichtspieleinsatz in der Landesklasse. Der VfB kam noch zu einigen Chancen. Zunächst mit einem Fallrückzieher von Lang. Anschließend herrschte großer Jubel und der Ball lag „durch die Hand Gottes“ im Auerbacher Tor.
Ach nein, es war eine Sinnestäuschung. Es war die Hand von „Mo“ Lang und der Treffer zählte dadurch leider nicht.
So blieb es bei einer sehr unglücklichen und äußerst ärgerlichen 2:3 Heimniederlage.
Leider hatte man über die gesamte Spielzeit nicht die Körner um einen Dreier einzufahren. Vielleicht spielte die hohe Zahl an Ausfällen eine Rolle. Dies als Ausrede für die Niederlage zu präsentieren wäre jedoch zu einfach.
Jetzt heißt es Mund abputzen und weiter machen. Kommendes Wochenende wartet mit Mülsen eine nicht minder schwere Aufgabe und deshalb heißt es ge- und entschlossen….
….weiter, immer weiter Jung´s!