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Spielbericht der 1. Mannschaft

Remis auf schweren Geläuf

9. Spieltag

 

Am 17.10.2021 fuhr der VfB zum erwartet schweren Auswärtsspiel nach Dittmannsdorf.  Mit einigen angeschlagenen Spielern und personell ungünstigen Situationen nahm man die Fahrt Richtung Flöhatal auf. Die dort vorgefundenen Platzverhältnisse ließen einige Zweifel offen, ob die rechte Seite des Fußballfeldes ein Matschplatz für Kinder oder ein Sportplatz sei. Sei es drum, beide Mannschaften mussten mit den vorhanden Spieluntergrund umgehen.

In der ersten Halbzeit dominierte unsere Elf das Spielgeschehen. Die Tiroler wurden meist nur gefährlich, wenn sie nach Balleroberung schnell das Mittelfeld überbrückten und einen Konter in die Defensive des VfB starteten. Vor allem wurde die Elf um Trainer Tobias Moritz gefährlich, wenn man das dominante Spiel über die Außen durchzog. Da die Tiroler die Mitte kompakt in jeder Spielminute schlossen, bekam der VfB gerade auf den Außenpositionen sehr viel Freiraum. Annaberg spielte sich so einige Male in den Strafraum, wobei der Abschluss aber zu ungenau oder der letzte Pass abgefangen wurde. Als man die Außen gut nutzte, fiel auch das erste Tor des Tages. Sven Schreiter passte auf Richie Schulze, der Valentin Breitfeld über die Außen schickte. Dieser flankte direkt in den Strafraum, wo der eingelaufene Schulze den Ball mit dem KOPF über die Linie bugsierte. Nun wurde es haarig in der Abwehr von Tirol. Erneut über die schnellen Außenspieler des VfB wurde der Ball vom durchgelaufenen Schulze flach in den 16er gebracht. Valentin Breitfeld nahm den Ball an und scheiterte am Keeper von Tirol. Keine Minute später setzte sich Simon Schmiedl über links durch, bediente Tommy Meyer, der nicht energisch und konsequent genug an den Ball kam, weil ein Verteidiger ihn (ob regelkonform oder nicht, sei dahingestellt) daran hinderte. Nun kam es, wie es oft im Fußball passiert: Machst du vorn die Dinger nicht rein, bekommst du hinten eins eingeschenkt. Nach Einwurf schlief die VfB Elf über links und ließ eine Hereingabe des Tiroler Stürmers durch. Abgefälscht vom Verteidiger des VfB landete der Ball direkt vor den Füßen einer Tirolers, der den Ball mit der Innenseite ins lange Eck drosch. Zwischenstand 1:1. Die Fans des SV machten ordentlich Stimmung. Es boten sich dem VfB noch weitere Chancen, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden. Somit ging man mit 1:1 in die Halbzeitpause zum Pausentee.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zu Beginn etwas haariger. Für den in der Kabine gebliebenen Schmiedl, wurde Christian Wagner eingewechselt, der nach seiner langwierigen Verletzung endlich wieder auf dem Platz stand. Nach 5 Minuten nahm der VfB wieder das Zepter in der Hand und versuchte die Konter des SV schnellstmöglich zu unterbinden. Nach einem nicht unterbrochenen Konter des Tiroler SV folgte eine Ecke für die Heimmannschaft, mit Folgen. Straffe Hereingabe, drei Mann springen knapp unter dem Ball durch, ein Spieler vom VfB kann nicht mehr schnell genug reagieren und das Leder landet direkt vor die Füße eines Tirol Spielers, der mit der Spitze einschob. 2:1 für den SV Tirol. Etwas unverdient, aber konsequent im Abschluss.
Keine 3 Minuten später dann die Antwort des VfB. Leon Reichelt chippte den Ball über die Defensive des SV, wo Richie Schulze mustergültig durch die Gasse startete. Schulze nahm das Leder mit sehr guter Technik herunter und umlief den Keeper des SV und schob ein. 2:2 ganz wichtig zu diesem Zeitpunkt. Nun hatte der VfB grob eine halbe Stunde Zeit das Unentschieden in einen Sieg umzuwandeln. Wie in der ersten Halbzeit war das probate Mittel gegen die in der Mitte kompakt stehende Defensive des SV über die Außen sich freizuspielen. Zahlreiche Versuche über rechts und links, die aber in fast jeder Situation mit der Fußspitze oder mit dem letzten Quäntchen Glück geklärt werden konnte. Für den VfB hat das letzte Quäntchen Glück, was man in den letzten Spielen hart erarbeitet hat, gefehlt. Nichtsdestotrotz muss man der Mannschaft auch ein Lob aussprechen, dass der Kampf auf dem Schlachtfeld bis zum Schluss angenommen wurde. Am Ende blieb der SV die letzte halbe Stunde in der eigenen Hälfte, da der VfB nur noch drückte. Dennoch blieb das ersehnte Siegtor aus.

Fazit: Ordentliche kämpferische Leistung, Abstriche in der Passgenauigkeit, sowie Passintensität, einige Ungenauigkeiten, die der Mannschaft in einem „normalen“ Spiel nicht passieren, viele Chancen, zu wenig Ertrag.

Die kommende Trainingswoche werden die Männer des VfB ordentlich und hart trainieren, sodass mit Ausblick auf das nächste Spiel der 3er zuhause gegen Marienberg 2 eingefahren werden kann.

Weiter, immer weiter Jungs!