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Spielbericht der 1. Mannschaft

Eine Hand am Punktgewinn

24. Spieltag

Der 24. Spieltag der laufenden Saison führte uns zum Tabellenvierten Germania Chemnitz. Für beide Teams sollte sich an der Platzierung nach 90 min. nichts ändern. Mit gestärkter Brust aus dem Spiel gegen Lichtenstein, nahmen wir uns vor auch bei der Germania mit geschlossener Mannschaftsleistung aufzutreten und alles daran zu setzen vielleicht einen Punkt zu entführen. Das Team war gut besetzt, wir mussten weiterhin auf unsere Langzeitverletzten Klemm und Freund verzichten, sowie auf Weichert und kurzfristig auf Offenderlein.

Bestens eingestellt und gewarnt vor der Effektivität der Germanen begannen wir das Spiel mutig. Es war ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften, welcher sich zu großen Teilen zwischen den Strafräumen abspielte. Die Spielanteile mit Ball bei Offensiv Bemühungen lagen tendenziell etwas mehr bei den Hausherren ohne jedoch unseren Keeper Sander die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Alle Mannschaftsteile leisteten gemeinsam eine sehr gute Defensivarbeit und erzwangen immer wieder Fehler im Spielaufbau des Gegners. Für die Zuschauer muss dies ausgesehen haben wie ein sehr zerfahrenes Spiel, für die Eingeweihten war es die Erfüllung der Maßgabe, eigene Fehler minimieren und die des Gegners erzwingen. Die am meisten bespielte Seite der Gastgeber war unsere rechte Flanke. Mit Haase, Nixdorf und Schulze hatten wir stets aufmerksame Spieler, welche immer wieder zu stören wussten und den Spielaufbau ins Zentrum oder auf links verlagerten. Im Zentrum sehr agil und sich auch nicht zu schade in der Abwehr auszuhelfen Halm und Groschopp. Letztgenannter nach längerer Pause wieder im Team gab einiges um zu zeigen, dass er ständig bereit ist sich für das Team einzusetzen. Kleine Nadelstiche nach vorn setzte immer wieder Meyer T. der auch unsere größte und ich glaube auch einzige richtige Torchance hatte, doch der großgewachsene Keeper war sehr schnell im kurzen Eck und parierte den Ball sicher. Die gegnerischen Abwehrhünen wurden durch Gerlach immer wieder beschäftigt und zu langen Bällen gezwungen. Da geriet dann zumeist Meyer Ch. und Reichelt ins Visier der Akteure, die mit guten Stellungsspiel hohe Durchläufer verhinderten. Nach einem gefühlten Eckball Abonnement der Germanen pfiff dann der umsichtig pfeifende Schiedsrichter zu Halbzeit. Ein hochverdientes 0:0 begleitete uns auf den Weg in die Kabine.

In Halbzeit zwei die gleichen Gegebenheiten wie Anfangs. Defensiv Arbeit bestens, mit dem Drang das Spiel auch selbst mal in die Hand zu nehmen. Es war sehr schwierig die Abwehrreihe der Chemnitzer auszuspielen da auch sie beste Arbeit leistete. Es bot sich allen das Bild, dass wohl heute, zumindest aus dem Spiel heraus, kein Treffer mehr fallen würde. Für uns kam im letzten Spieldrittel noch Lautz, Unger und Wagner ins Spiel. Ich meine (gefühlt)der Schiri hatte schon die Pfeife im Mund um die wirklich mit hohen Kraftaufwand geführte Partie zu beenden, sahen wir uns noch einen Angriff der Hausherren ausgesetzt, welcher in einen unglücklichen Hand Freistoß endete. Danach kam die vorher angesprochene Effektivität zu unserem Leidwesen zum Einsatz. Gut geschlagener Freistoß auf den starken Innenverteidiger, der köpft ein in der 90 min. und alle Hoffnung schien zerplatzt. 1:0 Rückstand nach aufopfernden 90 min. kraftzehrenden Fußball. Unser darauf folgender letzter Angriff war schon fast Bilderbuch mäßig über links, Meyer Ch. schloss aus 18m ab, doch der Ball ging knapp über das Tor. Dramatisch und tragisch dieser Ausgang, jedoch ist es so im Sport. Ein guter Moment, eine kleine Unachtsamkeit reicht aus um die Gefühle vom Himmel in die Hölle wandern zu lassen.

Bemerkenswert jedoch die Einstellung der Mannschaft. Trotz des späten Tores wollte man nochmal alles versuchen um vielleicht doch noch was zu erreichen, leider blieben auch die letzten Bemühungen erfolglos. Ich ziehe trotzdem meinen Hut vor dieser Mannschaft welche, in letzter Zeit, immer wieder Moral zeigt. Die Köpfe nach oben und mit Vorfreude ins Heimspiel.